Elektrostatische Filter
Funktionsweise

Elektrostatische Filtersysteme für Öl- und Emulsionsnebel sind eine nachhaltige Lösung für Industrie und Handwerk. Die Vor- und Hauptfilter sind waschbar und können mehrfach verwendet werden. Durch ihre strömungsoptimierte Bauweise bieten sie eine lange Lebensdauer und eine dauerhaft hohe Leistung.
So funktioniert das System:
Elektrostatische Luftfilter beruhen auf dem Prinzip elektrostatischer Anziehungskräfte. Ein mit Schmutzpartikeln beladenes Rohgas tritt über das Lufteinlassteil in das Filterabteil ein. Zuerst wird die verschmutzte Luft durch einen Vorfilter gesaugt. Dort werden grobe Partikel entfernt. Gleichzeitig schützt der Vorfilter die nachfolgenden Filter. Bei bestimmten Anwendungen, wie beispielsweise feinem Öl- oder Emulsionsnebel, kann auch auf einen speziell für die Partikelagglomeration ausgerichteten Vorfilter zurückgegriffen werden.

Anschließend gelangen die feinen, neutralen Aerosole in einen Ionisator. Dort werden sie durch ein elektrisches Feld „aufgeladen“. Hier findet eine Polarisierung der Schadstoffpartikel durch Anlagerung von Ionen statt. Diese Ionen werden durch Beaufschlagung der Ionisatordrähte mit Hochspannung frei (Koronaentladung). Die so mit einer gerichteten Ladung (positiv) versehenen Teilchen treten nun mit dem Luftstrom in die Kollektorzelle ein.

Im nächsten Schritt werden die geladenen Partikel in den Kollektorbereich weitergeleitet. Die hier wechselweise geladenen und parallel angeordneten Kollektorplatten stoßen die Partikel ab, so dass diese an die ungeladenen Kollektorplatten anschlagen. Der so gesammelte Schmutz kann dann zu größeren Tröpfchen agglomerieren und anschließend nach unten ablaufen. Feste Partikel (Rauch, Staub), die abgeschieden werden, bilden eine Schicht auf den Platten, die in sinnvollen Intervallen abgereinigt werden sollte.
Optional können zusätzliche Nachfilter eingebaut werden, zum Beispiel gegen Rauch oder Gerüche.
Ein Gebläse sorgt schließlich dafür, dass die gereinigte Luft aus dem Gerät herausgeführt wird.
Diese Technik bietet den sehr großen Vorteil, dass die Filterelemente reinigbar und somit wiederverwendbar sind.

